Oberbürgermeister Julian Vonarb zu Besuch bei dem Geraer Softwarespezialisten Blomesystem GmbH

Inhaltsverzeichnis

Spitzensoftware aus Gera unterstützt Labore bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie

Ein wichtiges Instrument der städtischen Wirtschaftsförderung sind die regelmäßigen
Unternehmensbesuche des Oberbürgermeisters. Dabei geht es nicht nur darum,
Informationen über die Geschichte, Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens
aus erster Hand zu erhalten. Ziel ist es auch, die Entwicklungen vor Ort und die
konkreten Bedürfnisse der Unternehmen in einem vertrauensvollen Dialog in
Erfahrung zu bringen, um nach Möglichkeit zielgerichtete Unterstützungsleistung zu
bieten.

Ende April war Oberbürgermeister Julian Vonarb gemeinsam mit Dr. Tobias Werner,
dem Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung, zu Gast bei der Blomesystem GmbH,
einem Spezialisten für die Entwicklung und Implementierung von Labor-Informations-
Management-Systemen mit Sitz in Gera. Die Gesprächsrunde mit Geschäftsführerin
Kristin Schumann und dem Vertriebsmitarbeiter Ronald Stöhr drehte sich um das
Leistungsspektrum des Unternehmens, aber auch um die Vorteile des Standortes
Gera und die aktuellen Herausforderungen bei der Personalgewinnung und
Nachwuchskräfteförderung. Oberbürgermeister Vonarb zeigte sich erstaunt über das
Leistungsspektrum und die Innovationskraft der Blomesystem GmbH: „Es ist
beeindruckend, welche zukunftsweisenden Unternehmen hier in Gera ansässig sind.
Wir wollen diese und weitere Erfolgsgeschichten stärker in den Vordergrund rücken,
denn sie sind ein Beweis für das Potenzial Geras als Wirtschaftsstandort, der jungen
Menschen, aber auch ausgebildeten Fachkräften echte Perspektiven bietet.

„Labor-Informations-Management-Systeme (LIMS) wie das unsrige sind aus heutigen
Laboren nicht mehr wegzudenken. Sehr wichtig ist für uns in diesem Zusammenhang
die Softwareentwicklung. Hier fließen Anregungen unserer Kunden ebenso ein wie die
Erfahrungen unserer Projektbetreuer“, erklärte Kristin Schumann. Wie wichtig ständige
technologische Optimierung und Weiterentwicklung in diesem Zusammenhang sind,
wurde nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie deutlich. So verfüge die Software über
eine integrierte Schnittstelle zum Deutschen Elektronischen Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz (DEMIS) des Robert-Koch-Instituts, die laut Kristin Schumann im Laufe des Jahres noch erweitert werden soll. Sie ermöglicht eine automatische Weiterleitung der Daten der positiven Covid-19-Untersuchungen an das RKI. Damit wird der Aufwand für die Meldenden, das heißt vor allem für Labore sowie Ärztinnen und Ärzte, aber auch für die Behörden reduziert. Gleichzeitig liegen die Informationen über akute Infektionsherde schneller bei den Verantwortlichen in den Gesundheitsämtern, den Landesbehörden und dem RKI. Sogar eine Anbindung an die Corona-Warn-App wurde realisiert. „Unsere Software ist bestens gerüstet, um bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie zu unterstützen“, unterstrich die Geschäftsführerin in diesem Zusammenhang.

Ein weiteres Kernprodukt der Blomesystem GmbH ist ein Softwaresystem zur dynamischen, kontinuierlichen und automatisierten Gewässerüberwachung. Damit können Havarien oder Unfälle, aber auch mutwillige Umweltverschmutzung frühzeitig erkannt und daraus ableitbare Gefahrenpotenziale abgeschätzt werden. Derzeit eingesetzt wird dieses System unter anderem an der Elbe in Hamburg und Sachsen.

Blomesystem setzt auf gezielte Nachwuchsförderung

Der Softwarespezialist ist seit 2018 in Gera ansässig. Für den Standort sprachen aus Sicht Kristin Schumanns vor allem seine günstige Verkehrslage mit der direkten Anbindung an die A 4 und das Hermsdorfer Kreuz sowie die vergleichsweise günstigen Mietkosten: „Hier ging es viel schneller und vor allem günstiger als in Jena“, betonte die Geschäftsführerin in diesem Zusammenhang. Dabei ist eine der größten Herausforderungen für den Softwareentwickler die nachhaltige Gewinnung und Bindung von Fachkräften. So sei der IT-Fachkräftemangel trotz der negativen Entwicklungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin groß. Um diesem Engpass zu begegnen, setzt die Blomesystem GmbH auf die gezielte Nachwuchsförderung und kooperiert als Ausbildungsbetrieb mit der Dualen Hochschule Gera-Eisenach. Zusätzlich setzt Kristin Schumann auf eine gute Unternehmens- und Teamkultur: „Mir ist wichtig, dass sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier wohlfühlen und gerne zu Arbeit kommen. Deshalb setzen wir auch in Zukunft auf gemeinsame Aktionen und Erlebnisse für eine gute Arbeitsatmosphäre.“

Das Unternehmen ist Mitglied der GUS Group, die ganzheitlich integrierte Software-Lösungen für die Prozessindustrie (Pharma, Medizintechnik, Chemie, Kosmetik, Food Lebensmittel-Handel) und Logistik entwickelt und implementiert.

Über die GUS Group

Die GUS Group (www.gus-group.com) entwickelt und implementiert ganzheitlich integrierte Software-Lösungen für die Prozessindustrie (Pharma, Medizintechnik, Chemie, Kosmetik, Food, Lebensmittelhandel) sowie die Logistik. Das Produkt-Portfolio unterstützt den gesamten Geschäftszyklus – von Enterprise Resource Planning (ERP) über Lieferkettensteuerung (SCM), Erzeugerverrechnung (EVS), Vertriebssteuerung und Geomarketing, Pflege der Kundenbeziehungen (CRM), Labor-Informations-Management (LIMS), Qualitätsmanagement, Finance/Controlling und Business Intelligence bis hin zum Dokumentenmanagement. Die rund 400 Mitarbeiter der GUS Group betreuen mehr als 1.300 größtenteils mittelständische Unternehmen sowie Konzerne und Behörden.

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